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Von der Bürofabrik zur liquiden Organisation

Autor(en): 
Sylvius Gerber, Veraenderungskraft
Track: 
Alternative Organisationen
Session Host: 
Anja Stiedl
Raum: 
Forum 1
Datum: 
Tuesday, 12.07.2016
Zeit: 
15:15
Abstract: 

Während der Industrialisierung zählte vor allem Masse: Stückzahlen bei der Fertigung und eine große Zahl an Mitarbeiter um diese Fertigungsziele zu erreichen. Unser Denken wird auch im 21. Jh. Immer noch durch die erlernten Handlungs- und Denkmuster arbeitsteiliger Produktion so stark beeinflusst, dass die meisten „agilen“ Organisationen lediglich einem Facelift-Modell der alten Fabrik gleichen. Aus dem Manager wird der „agile Manager“, aus dem „Requirementsengineer“ der „agile Requirementsengineer“ und aus dem Tester der „agile Tester“. Alter Wein in neuen Schläuchen. Die Organisation wird als Maschine gedacht deren Räder von Menschen und Maschinen gleicher Maßen bedient werden, fast so wie im Film „Moderne Zeiten“ von Charlie Chaplin. Ich möchte daher als Gegenentwurf meine Gedanken zu liquiden, d.h. im Fluss befindlichen Organisations- und Teamstrukturen vorstellen und mit dem Publikum diskutieren. Mir geht es dabei vor allem darum, sich von festen Organisationsstrukturen und Rollendenken zu verabschieden und aufgabenbezogene, temporäre Zusammenarbeitsformen zu diskutieren, bei denen Effektivität und nicht Effizienz im Vordergrund stehen. Ich stelle dabei sowohl Zwischenschritte in Form von produktbezogenen Arbeitsgruppen als auch eine Netzwerkstruktur vor, die sich permanent im Wandel befindet und sich der jeweiligen Aufgabe anpasst. Oder wie es Bruce Lee formulierte: Don't get set into one form, adapt it and build your own, and let it grow, be like water. Empty your mind, be formless, shapeless — like water.

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